Hansestadt Bremen - Mitte - Bibelgarten mit St.-Jakobi-Brunnen


28195 Bremen
Hansestadt Bremen - Mitte - Bibelgarten mit St.-Jakobi-Brunnen

Hansestadt Bremen - Mitte - Bibelgarten mit St.-Jakobi-Brunnen

Ausflugstipp: Besuchen Sie doch einmal den Bibelgarten mit St.-Jakobi-Brunnen in Bremen-Mitte.

St.-Jakobi-Brunnen
Auf dem Jakobikirchhof in der Bremer Altstadt stand vom frühen 18. Jahrhundert bis zum Zweiten Weltkrieg der Jakobibrunnen mit einem Standbild des Apostels Jakobus des Älteren. Heute stehen an anderen Stellen die stark rekonstruierte Brunnenfigur und ein Brunnen mit einer Replik der Figur. Darüber hinaus gibt es in Bremen zwei noch weitere Steinplastiken dieses Apostels, beide früher entstanden als die Brunnenfigur, schließlich noch eine kleine Holzstatue.

Die gedoppelte Brunnenfigur
Die Steinfigur des Jacobus major, heute im Hof der „Glocke“ an der Südseite des Bremer Doms aufgestellt, geht auf den Jakobi-Brunnen zurück, der ehemals auf dem Jakobikirchhof in der Altstadt stand. Obwohl weitgehend ergänzt, steht die Brunnenfigur seit 1973 unter Denkmalschutz.

Der 1718 zur öffentlichen Wasserversorgung errichtete Brunnen trug als Bekrönung eine Statue des Apostels Jacobus, nach dem ja sein Aufstellungsort benannt war. Da Jacobus in Bremen bis zur Reformation als Patron der Wallfahrer verehrt wurde, ist er in Pilgertracht dargestellt: mit breitkrempigem Hut, Wettermantel, Pilgerstab und Pilgerflasche.

Die nahe gelegene Jakobikirche war keine Pfarrkirche gewesen, sondern eine private Patronats-Stiftung. Im Zuge der Reformation war sie 1523 profaniert worden und diente bis 1861 als Schmiedeamtshaus, also als Zunfthaus der Schmiede. Schon im 17. Jahrhundert waren große Teile der einschiffigen Kirche wegen Baufälligkeit abgetragen worden. Der verbliebene Chor wurde nach Erlöschen der Zunft als Biergaststätte genutzt.

Der heutige Zustand des Bildwerks lässt kaum Rückschlüsse auf die Entstehungszeit zu. Eine mittelalterliche Herkunft ist aus stilistischen Gründen ausgeschlossen, zusammen mit der überlieferten Brunnenerrichtung 1718 könnte auch das Bildwerk gut entstanden sein. Zu einer Anfertigung für den Brunnen an seinem fotografisch dokumentierten Standort, auf einem sehr kleinen Stadtplatz nahe einer Hauswand, sprechen auch Dimensionen und Details der Statue: Sie ist nur 1,10 m hoch, und sie wird hinten mit durch den bodenlangen Umhang abgestützt, dessen Rückenpartie aber mit Faltenwurf ausgearbeitet ist. Der Apostel ist schreitend dargestellt, hält in der Rechten den vom Boden bis in Höhe des Oberarms reichenden Pilgerstab und in der Linken eine Wandererflasche.

1867 wurde die Pumpe umgebaut, die Figur nur restauriert. 1906 stürzten betrunkene Soldaten sie vom Sockel, sodass der Bildhauer Wilhelm Everding eine Nachbildung anfertigte, die 1944 erneut bei einem Luftangriff zertrümmert wurde. 1980 wurde die im Zweiten Weltkrieg zerborstene Figur unter Verwendung einiger im Bauhof aufgefundener Bruchstücke nachgebildet und im Innenhof der „Glocke“ auf einen modernen Sockel gestellt. Diese Figur erhält zum Jakobus-Tag, am 25. Juli jeden Jahres von der Bremer St.-Jacobi-Bruderschaft einen Kranz umgehängt. Die Sockel trägt die den Jakobsweg kennzeichnende Muschel. Am Sockel sind außerdem die Jahreszahlen der Pilgerfahrten der beiden Bremer Jakobus-Bruderschaften, der St.-Jacobi-Bruderschaft und der St.-Jakobi-Majoris-Brüderschaft, eingemeißelt: 1977, 1988, 1994, 2010.

1957 war bereits eine weitere Kopie der Kopie von Ingeborg Ahner-Siese am Neanderhaus neben St. Martini aufgestellt worden - Quelle und weitere Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/St.-Jakobi-Brunnen_(Bremen)



Karte nur sichtbar, wenn Cookies erlaubt!

Wir verwenden technisch notwendige Cookies. Werbung (Google AdSense) und eingebettete Inhalte von Drittanbietern werden nur nach ausdrücklicher Einwilligung geladen. Bei Google-Werbung erscheint dazu das Google-Einwilligungsfenster.

Weitere Informationen: Datenschutzerklärung
Hinweis schließen